
Richtig saunieren: Ablauf, Aufguss, Sauna-Knigge und Duschen danach
Die erste Sauna ist ein bisschen wie der erste Tag im neuen Job: Alle anderen scheinen die Regeln zu kennen, und du willst nicht derjenige sein, der in Badehose auf der oberen Bank sitzt. Keine Sorge, richtig saunieren ist kein Geheimwissen. Hier liest du, wie ein Saunagang abläuft, was beim Saunaaufguss passiert, welche Saunadüfte es gibt, welche ungeschriebenen Regeln gelten und wie du danach am besten duschst.
Richtig saunieren: der Ablauf Schritt für Schritt
Jede Sauna hat ihre eigenen Hausregeln, und die gehen immer vor. Der übliche Ablauf sieht so aus:
- Duschen und abtrocknen. Vor dem ersten Gang gründlich mit Seife duschen und gut abtrocknen.
- Der Saunagang. Üblich sind 8 bis 15 Minuten. Wichtiger als die Uhr: Hör auf deinen Körper und geh raus, wenn es dir zu viel wird. Auf den unteren Bänken ist es weniger heiß, dort fangen viele Einsteiger an.
- Abkühlen. Erst an die frische Luft, dann kalt abduschen. Wer mag, geht danach ins Tauchbecken.
- Ruhen. In eine Decke gewickelt liegen, dazu Wasser oder Tee.
- Wiederholen. Üblich sind 2 bis 3 Durchgänge. Mehr muss nicht sein.
Wenn du unsicher bist, ob Sauna für dich passt, frag vorher ärztlich nach.
Saunaaufguss: was passiert da eigentlich?
Beim Aufguss wird Wasser, meist mit einem Duft, auf die heißen Steine des Saunaofens gegossen. Es verdampft sofort, die Luft wird feuchter und fühlt sich für einen Moment deutlich heißer an. Danach wedelt der Saunameister mit einem Handtuch die warme Luft durch die Kabine.
- In öffentlichen Saunen macht den Aufguss der Saunameister. Die Zeiten hängen meist an einer Tafel am Eingang. Komm ein paar Minuten vorher, während des Aufgusses bleibt die Tür zu.
- Raus darfst du jederzeit. Wenn es dir zu heiß wird, geh einfach leise raus, am besten zwischen zwei Wedelrunden.
- In der eigenen Sauna gilt: Aufgussmittel nur verdünnt verwenden und nur so, wie es der Hersteller deiner Sauna und deines Ofens erlaubt. Nicht jede Sauna ist für Aufgüsse gemacht, und unverdünntes Konzentrat gehört nicht auf die Steine.

Sauna-Duft: beliebte Aufgussdüfte
Welcher Sauna-Duft der richtige ist, ist reine Geschmackssache. Klassiker sind:
- Birke, der finnische Klassiker, grün und leicht holzig
- Eukalyptus und Minze, frisch und kühl in der Nase
- Zitrus wie Orange oder Zitrone, hell und fröhlich
- Fichte, Kiefer oder Zirbe, die nach Wald riechen
- Lavendel, weich und blumig
Wer den Duft mit nach Hause nehmen will, kann ihn unter der Dusche weiterführen. Das feste Shampoo Birke von Skargard ist für Haar und Körper gedacht, wiegt 60 g und läuft in der Saunatasche nicht aus.
Sauna-Knigge: die ungeschriebenen Regeln
- Handtuch unter den ganzen Körper. Kein Schweiß aufs Holz, auch nicht an den Füßen.
- Textilfrei ist in deutschen Saunen üblich, Badekleidung ist oft nicht erwünscht. Im Zweifel an der Kasse fragen.
- Leise sein. Kurz flüstern ist in Ordnung, lange Gespräche eher nicht.
- Handy bleibt im Spind. In vielen Saunen ist es ohnehin nicht erlaubt.
- Vor dem Tauchbecken abduschen. Wer verschwitzt ins Becken steigt, macht sich keine Freunde.

Nach der Sauna duschen
Zwischen den Gängen reicht kaltes Wasser zum Abkühlen. Richtig gewaschen wird am Ende, nach dem letzten Gang und der Ruhephase, mit warmem Wasser, Seife und Shampoo. Für die Saunatasche sind feste Seife und festes Shampoo praktisch: nichts läuft aus, nichts wiegt viel.
Sauna zuhause: kurz für Sauna-Fans
Wer oft geht, denkt irgendwann über eine Sauna zuhause nach. Die gängigen Varianten:
- Elementsauna für Keller oder großes Bad mit Elektroofen.
- Infrarotkabine, kleiner und schneller warm, fühlt sich aber anders an als eine finnische Sauna. Aufgüsse sind darin nicht vorgesehen.
- Saunafass oder Gartensauna, oft mit Holzofen, für alle mit Garten.
Lass dich vor dem Kauf beraten, gerade zu Strom, Belüftung und Aufstellort. Und plan den Duschbereich gleich mit, denn dort gehört die Seife an die Wand. Der Soapi ist ein Seifenhalter mit Magnet: Ein Kronkorken wird halbtief in die Seife gedrückt, die Seife hängt am Magneten und trocknet rundherum, statt auf dem Boden der Dusche in der Pfütze zu liegen. Er klebt mit einem wasserfesten Klebepad ohne Bohren auf glatten Fliesen oder Glas, kostet 12,95 € und kommt in 10 Farben. Wichtig: nicht in die Saunakabine kleben, sondern in den Duschbereich davor.

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Häufige Fragen
Wie lange bleibt man in der Sauna?
Üblich sind 8 bis 15 Minuten pro Gang und 2 bis 3 Durchgänge. Das sind Richtwerte, keine Pflicht. Hör auf deinen Körper und geh raus, wenn es dir zu viel wird.
Darf ich zuhause selbst einen Aufguss machen?
Nur, wenn deine Sauna und dein Ofen dafür gemacht sind, und nur mit verdünntem Aufgussmittel nach Herstellerangabe. Im Zweifel in der Anleitung nachsehen.
Fazit
Richtig saunieren heißt vor allem: sauber und trocken rein, auf den eigenen Körper hören, abkühlen, ausruhen und die Regeln der Sauna respektieren. Am Ende kommt die warme Dusche, mit einer Seife, die danach trocken an der Wand hängt. Dein Sauna-Duschset stellst du bei Mix & Match zusammen.


