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Artikel: Geisternetze: Unsichtbare Gefahr in unseren Ozeanen

Ausgediente Fischernetze und Seile auf einem Sammelplatz in Dänemark

Geisternetze: Unsichtbare Gefahr in unseren Ozeanen

Die Ozeane, die die Erde umspannen, sind Lebensraum für eine riesige Vielfalt an Tieren. Doch es gibt eine unsichtbare Gefahr, die diese Unterwasserwelt bedroht: Geisternetze. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf dieses ernsthafte Problem und was dagegen unternommen wird.

Was sind Geisternetze?

Geisternetze sind verloren gegangene, weggeworfene oder absichtlich im Meer zurückgelassene Fischernetze. Diese Netze bestehen oft aus langlebigen Kunststoffen, die sehr lange brauchen, um zu zerfallen. Während dieser Zeit treiben sie weiter durchs Wasser.

Bunte ausgediente Fischernetze in Nahaufnahme

Und was hat das mit Soapi zu tun? Ausgediente Fischernetze und Seile aus der Fischerei sind ein wertvoller Rohstoff. Unser Kunststofflieferant in Dänemark kauft Netze und Seile, die nicht mehr einsatzfähig sind, reinigt und schreddert sie. Aus diesem Granulat spritzen wir in Berlin den Soapi. Das Gehäuse wird aus recyceltem Kunststoff gespritzt, der Anteil aus ausgedienten Fischernetzen und Seilen liegt bei rund 90 %. Wichtig zur Einordnung: Es handelt sich um Netze aus der Fischerei, nicht um Netze, die aus dem Meer geborgen wurden.

Die Auswirkungen von Geisternetzen

Die Gefahren von Geisternetzen sind vielfältig:

  1. Tiere verfangen sich: Geisternetze sind für zahlreiche Meeresbewohner eine tödliche Falle. Fische, Meeresschildkröten, Wale, Delfine und andere Tiere verfangen sich in den Netzen.
  2. Beschädigte Lebensräume: Die Netze können Korallenriffe und Meeresböden beschädigen, die für das Überleben vieler Arten wichtig sind.
  3. Gefahr für die Schifffahrt: Geisternetze treiben manchmal nahe der Wasseroberfläche, wo sie für Schiffe kaum zu sehen sind. Sie können sich in Schiffsschrauben verfangen und Boote beschädigen.
  4. Plastikmüll: Geisternetze bestehen aus Kunststoff. Mit der Zeit zerfallen sie in immer kleinere Teile und können Mikroplastik freisetzen.

Was wird unternommen, um Geisternetze zu bekämpfen?

Berge aus ausgedienten Fischernetzen unter blauem Himmel

Weltweit gibt es Bemühungen, das Problem anzugehen:

  1. Aufräumaktionen: Verschiedene Organisationen bergen Geisternetze aus dem Wasser. Diese Aktionen sind oft teuer und logistisch aufwendig.
  2. Recycling: Einige Initiativen verarbeiten alte Netze zu neuen Produkten wie Bekleidung oder Ausrüstung. Es gibt viele spannende Projekte und Ideen, was man aus dem Kunststoff herstellen kann. Wir haben uns dafür entschieden, eine minimalistische Halterung für feste Shampoos und feste Seifen zu bauen, mit 10 Jahren Haltbarkeitsgarantie. Ein normaler Kronkorken in der Seife genügt, und schon hängt sie per Magnet am Soapi.
  3. Technik: Drohnen und Satellitenbilder werden genutzt, um verlorene Netze schneller zu finden und zu bergen.

Wie kannst du helfen?

  1. Bewusstsein schaffen: Informiere dich über das Problem der Geisternetze und teile dein Wissen.
  2. Weniger Plastikmüll: Jede Plastikflasche, die nicht gekauft wird, muss auch nicht entsorgt werden. Feste Seife und festes Shampoo sind dafür ein einfacher Einstieg. Damit sie zwischen zwei Anwendungen trocknen und nicht matschig werden, helfen eine gute Seifenschale oder ein Seifenhalter mit Magnet.
  3. Organisationen unterstützen: Es gibt Organisationen, die sich gezielt um das Bergen von Geisternetzen kümmern und sich über Spenden freuen.

Das Problem der Geisternetze lässt sich nur gemeinsam lösen: von Regierungen, der Fischerei, Unternehmen und jeder und jedem Einzelnen.

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